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Geschichte der Herzogin
 

"Ich fühle mich recht glücklich hier"...

Bild Schriftstück Luise ... so schrieb Luise, Herzogin von Sachsen Coburg-Saalfeld, kurze Zeit nachdem sie aus dem bayrischen Städtchen Coburg nach St. Wendel übergesiedelt war, an ihre Freundin Elist Kummer. Das war 1824. In dem herrschaftlichen Schloss von St. Wendel, wo heute das Rathaus ist, hatte Luise Quartier bezogen, eine noch sehr junge Frau, erst 24 Jahre alt. Oft wird behauptet, der Aufenthalt Luises in St. Wendel habe der Stadt das Flair einer Residenzstadt verliehen. Mag sein, daß einiges davon bis heute nachwirkt.

Das Leben hatte es bis dahin nicht immer gut mit ihr gemeint. Ihre Mutter starb wenige Tage nach ihrer Geburt. Das Bemühen des Vaters, ihr dennoch die Geborgenheit einer Familie zu schenken, mißlang.

So suchte sie sehr früh, das ihr bis dato vorenthaltene Glück in der Ehe zu finden. Wie sonst ist zu verstehen, daß sie - ein Mädchen von sechzehn - einer schwärmerischen Verliebtheit folgt und die Ehefrau des um 16 Jahre älteren Herzog Ernst I. von Sachsen Coburg-Saalfeld wurde?

Was für sie wie ein Traum begann, entwickelte sich nach kurzer Zeit zu einem Fiasko. Bald schon vermißte sie die erhoffte Zuwendung, und auch ihre beiden Söhne konnten nicht über die Enttäuschung hinwegtrösten. Hinzu kam Luises unsteter und eingenwilliger Charakter. Sie war eine für die damalige Zeit ungewöhnlich selbstbewußte Frau, die sich gegen die Bevormundungen ihres Ehegatten auflehnte. Das blieb nicht ohne Folgen. Das Paar entfremdete sich zunehmend. Die Trennung war unabwendbar. Man fand für sie ein Domizil fernab der Heimat und fern von ihren Kindern in St. Wendel.

Was unter schlechten Vorzeichen begann, wendete sich bald zum Guten. Herzogin Luise verlebte in St. Wendel eine glückliche Zeit. Das lag unter anderem daran, daß die St. Wendeler Bevölkerung sie mit offenen Armen aufnahm. Zudem hatte sie ein neues Glück gefunden. An der Seite von Maximilian von Hanstein, den sie nach ihrer Scheidung 1826 heiratete, fand sie die ersehnte Ruhe.

Die St. Wendeler Bürgerinnen und Bürger haben Luise sehr verehrt. Aber nicht nur, weil ein wenig höfischer Glanz auf St. Wendel fiel. Luise hatte ein Herz für die Armen und half Familien, die in Not geraten waren. Man war ihr dankbar.

Die glückliche Zeit war leider von kurzer Dauer. Sie erkrankte schwer und starb im Alter von 30 Jahren. Ihre letzte Ruhestätte fand Luise in ihrer Heimat an der Seite ihres ersten Ehemannes in Coburg.

In St. Wendel ist die Erinnerung an Luise lebendig geblieben. Auf Schritt und Tritt finden sich Zeugnisse ihres Aufenthalts.
Luise - dieser Name einer ungewöhlichen Frau - hat in St. Wendel einen besonderen Klang.
 
 
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